Die 5 Laus-(itzer)-Buben Tour

Übers Krimmler Tauernhaus, den Krimmler Tauern zur Warnsdorfer Hütte

20.- 21.September  2008

An diesem, leicht unbeständigen Samstagnachmittag fahren wir, nach überstandenem Almabtrieb- und Hofspektakel, von Maishofen in Richtung Krimml.

Dem Wasserfallweg folgend, wollen wir nach Möglichkeit noch bis zum Krimmler Tauernhaus aufsteigen, um dort zu nächtigen. Die Witterungs- und Lichtverhältnisse sollten dies auch zulassen und so kehren wir nach schnellen 2 ½ Stunden in die gemütliche Tauernhaus-Stube ein. Ein kleines, aber feines Abendbrot macht recht bald den ersten „Weiznhalben“ Platz und somit beginnt diese „Lausbuben“-Hütten-Tour auch recht bald mit einem guten Schlaf.

Der nächste Morgen lässt mich etwas bedrückt feststellen, dass wir bei unserem Aufstieg in Richtung Krimmler Tauern, wohl einigen Wetterkapriolen begegnen sollten. Ein Telefonat mit der Tauernsüdseite entscheidet aber, dennoch loszustarten, in der Hoffnung, die Weg- und Sichtverhältnisse könnten sich im Laufe des Tages bessern.

Nach einem ausgiebigen, stärkenden Frühstück machen wir uns also auf den Weg und steigen, der Krimmler Ache folgend, bald rechtseitig am Windbachwasserfall hinauf in eines der landschaftlich unberührtesten Seitentäler. Die anfangs etwas diffusen Lichtverhältnisse begleiten uns hartnäckig bis in die Geröllzone, kurz unterhalb des Tauern, wo, mit merklich kühleren Temperaturen, zunehmender Rauhreif und nasse Steine zur Vorsicht mahnen.

Am Tauern selbst war es nicht sehr gemütlich und so rasten wir nur kurz in dem ausgesetzten Schutzverdeck auf bereits „südtiroler Seite“.

Der Ausblick in Richtung Lausitzer Höhenweg und Birnlücke südostwärts verspricht allerdings Besserung und relativ abgetrocknete Wegverhältnisse. Vorbei an der, mir gut in Erinnerung gebliebenen, Neugersdorfer Hütte (dem urprüngl. Zollhaus) wandern wir schließlich über die Teufelstiege bis zur Birnlücke zurück, wo wiederum Wind und kalte Luft einen, nicht allzu angenehmen Abstieg in den Krimmler Talschluß ankündigten.

Aber wir blieben hartnäckig und erreichten bald die beiden mächtigen Möränen, um danach in nur 1 Stunde zur Warnsdorfer Hütte hinauf zu steigen.

Wohlverdient gabs gleich mal eine angenehme, warme Dusche und, da wir die einzigen Nächtigungsgäste sind (was wohl sicher diesmal nur wetterbedingt zu begründen ist), empfängt uns Ernst, der Chef auch kurz darauf persönlich am Stammtisch.

Einem wunderbar unterhaltsamen Abend folgt ein morgendlicher Pflichtabstecher zum hauseigenen Eissee „gleich hinter der Türe“. Erstaunlich, konnte man über diesen fast schon „spazieren“ gehen, aber so ist eben Ende September das Hochgebirge schon zu erleben.

Dem 5*Sterne Frühstück folgt der rasche Abstieg ins Krimmler Tal zurück und nach einem langen Fußmarsch, bei halbwegs trocken gebliebener Kleidung, vorbei an all den vielen Almen, klingt diese Lauser-Tour mit einem letzten, verdienten Weizen beim gemütlichen Holzlahner Wirt aus. Über den alten Tauernweg, links der Wasserfälle, erreichen wir schließlich nach 6 Stunden den Parkplatz.

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